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20. März 2011

China 2008

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Es gibt einige Namen, die einfach für mich so klingen, dass man eine Reise dorthin unternehmen muss. Shanghai ist einer dieser Namen und so fragte ich J. im Herbst 2007, ob er Lust hätte in den Osterferien mit mir nach China zu fliegen – und er hatte Lust dazu.

Nun machte ich mich auf die Suche nach einer für uns geeigneten Rundfahrt, denn allein traute ich mir China nicht zu ;-) . Schließlich wurde ich auch fündig und so flogen wir am 21.03.2008 nach Peking.

21. März 2008 – Flug mit Air China nach Beijing

Von diesem Tag gibt es nicht viel zu berichten. P. brachte uns zum Flughafen Frankfurt und wir hatten ein unspektakulären, wenn auch ewig langen Flug mit Air China, deren Service entgegen aller Erwartung ausgesprochen gut war.

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22. März 2008 – Beijing und müde

Am frühen Morgen landeten wir in Beijing, welches es uns mit grauslig grauem Wetter empfing. Am Flughafen wurden wir von unserer Reiseführerin in Empfang genommen und man konnte verstohlen die Mitreisenden begutachten ;-) . Dann ging die Fahrt zum Best Western Olympic Park, wo wir auch gleich unser Zimmer bekamen. Wir waren sooooo müde und so kam uns die pause bis zum Mittagessen sehr gelegen. Wir ruhten uns ein wenig aus und nahmen dann eine erfrischende Dusche.

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Zum Mittagessen ging es in die Nähe des Lama-Tempels, der ebenso wie der Konfuzius-Tempel auf dem Nachmittagsprogramm standen.

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Dann besuchten wir zunächst den Konfuziustempel:

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Von den vielen Informationen unserer Reiseführerin waren wir allerdings an diesem Tag total überfordert, denn wir waren einfach nur schrecklich müde. Vom Konfuziustempel ging es zu Fuß zum Lamatempel, der sich ebenfalls in der Altstadt von Peking befindet.

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Weiter ging es durch die Stadt zum Jingshan Park mit seinem Kohlehügel. Die Pagode war im Dunst, aber wir wagten trotzdem den Aufstieg.

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Unser letztes Ziel an diesem langen Tag war die Wangfujing Street mit ihren Kaufhäusern und einem Food Market, der allerdings für uns nicht das richtige Essen hatte ;-) . J. und ich schlenderten durch die Straße, sahen uns ein Einkaufzentrum an und aßen schließlich noch einen Burger bei McD :-) – ich weiß, dass DAS nicht besonders exotisch ist, aber auf Experimente hatten wir heute einfach keinen Nerv mehr.

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Im Hotel fielen wir nur noch totmüde ins Bett und schliefen auch sofort ein.

23. März 2008 – Beijing: Verbotene Stadt, Himmelstempel und Peking Oper

Gut erholt und ausgeschlafen erwachten wir am nächsten Morgen. Wir fuhren ins Erdgeschoss zum Frühstück und bekamen erst einmal einen Schock: Der Frühstücksraum war nicht nur voll, es sah darin ein wenig aus, wie nach einer Schlacht: unaufgeräumte Tische, Geschirr auf dem Boden gestapelt und das Buffet, oh mein Gott, man konnte denken dort wäre ein Horde Wilder darüber hergefallen.

Zunächst versuchten wir einen freien Tisch zu ergattern, dann holten wir uns Geschirr aus den Schränken und suchten anschließend ein paar essbare Brocken, die nicht aussahen, als wären sie schon durch zig Hände gegangen. Irgendwie konnten wir es trotzdem mit Humor nehmen, selbst der schlechte Kaffee konnte unserer Laune nichts anhaben.

Unseren Mitreisenden erging es nicht anders und wir beschwerten uns später bei unserer Reiseführerin. Am Abend hatten wir einen Obstkorb und eine Flasche Wein als Entschuldigung im Zimmer stehen, an den Frühstücksmodalitäten änderte sich aber während unseres gesamten Aufenthaltes in Peking nichts.

Apropos Mitreisende, auch darüber konnten wir immer schmunzeln. Zu unserer Reisegruppe gehörten zwei mittelalte Damen, die uns bis zum Schluss viel Spaß bereiteten *grins*. Zunächst belegten die beiden die vorderste Bank im Bus und wollten diese bis zum Schluss der Reise auch nicht mehr hergeben, obwohl J. und ich später einen heimtückischen Anschlag planten ;-) . Jedenfalls bekamen die beiden den Namen “Uschis” und ich werde immer mal wieder von ihnen berichten, Fotos stelle ich lieber nicht ein. Sollte sich jemand mit den “Uschis” identifizieren, dann kann ich nur sagen: selbst schuld und noch einmal in sich gehen, ob man sich so rücksichtslos wirklich benimmt. Geärgert habe ich mich ein paar Mal über die beiden, aber meistens blieb uns nur ein Kopf schütteln und grinsen.

Aber nun wieder zum Wesentlichen. Nach dem Frühstück ging die Fahrt zur Verbotenen Stadt bzw. dem Kaiserpalast.

Das Wetter war herrlich, so konnte man Peking doch ganz anders genießen.

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Der Komplex der Verbotenen Stadt ist wirklich riesig mit einer Grundfläche von 720.000 m² und einer bebauten Fläche von 150.000 m². Man kann sich also vorstellen, wie lange wie dort verbrachten :-) . Irgendwann hörten J. und ich auch nicht mehr den Ausführungen unserer Reiseleiterin zu, es war einfach zuviel. Trotzdem hat die Besichtigung Spaß gemacht und war sehr interessant.

Viele junge chinesische Mädchen kicherten beim Anblick von J., hatten sie wohl noch nicht zuviele “Langnasen” gesehen. :-)

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Das Fotografieren machte bei Sonnenschein wirklich Spaß und es gab immer wieder neue Motive, wobei es mir die Dächer der Gebäude am meisten angetan haben.

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Unsere Reiseleiterin in Peking:

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Weiter ging es dann zum Platz (vor dem Tor) des himmlischen Friedens oder auch Tian’anmen-Platz, der seinem Namen leider keine Ehre macht, den man an das Massaker vom 3./4. Juni 1989. Entsprechend fühle ich mich dort.

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Nach einer kurzen Pause ging es weiter zum Himmelstempel. Eine wunderschöne Anlage. Wir hatten ausreichend Zeit uns den Tempel alleine anzuschauen und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen.

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Im Park des Himmelstempels genießen die Chinesen ihre Freizeit: hier wird getanzt, Gymnastik betrieben, Mahjong gespielt usw. Es war ein tolles Erlebnis, dieses bunte Treiben zu beobachten.

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Weiter ging es in die Altstadt von Peking. Zunächst machten wir eine Rikscha-Tour durch die winzigen Straßen. Wir bekamen viele Informationen und Eindrücke über das Leben dort.
Wir besuchten eine Schule, schlenderten durch die wirklich alten Gassen und durften uns im Haus eines älteren chinesischen Ehepaares umsehen. Dort wurden wir mit Tee versorgt und die beiden stellten sich unseren Fragen.

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Lustig anzuschauen ist immer wieder die Wäsche, die direkt an der Straße hängt:

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Nach dem ausgiebigen Besuch der Altstadt ging es sofort weiter, denn an diesem Abend stand der Besuch der Peking – Oper an. Für europäische Augen und Ohren sehr ungewöhnlich und trotz Übersetzung an Anzeigetafeln, haben wir wenig von der Handlung verstanden. Es war trotzdem sehr interessant, eine solche Aufführung einmal live mitzuerleben.

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Nach dem anschließenden Abendessen wurden wir ins Hotel gebracht und schliefen auch ziemlich schnell ein, denn der Tag war lang, anstrengend und voll von neuen Eindrücken.

24. März 2008 – Chinesische Mauer und Ming Gräber

Nach dem morgendlichen Schönmachen stürzten wir uns in die Frühstücksschlacht. Heute sah es im Frühstücksraum nicht viel besser aus. Wieder mussten wir uns selbst um sauberes Geschirr kümmern und suchten nach möglichst noch nicht angefassten Lebensmitteln. Entsprechend schnell brachten wir es hinter uns ;-) .

Ich freute mich schon riesig auf den heutigen Tag, denn die chinesische Mauer bei Badaling stand auf dem Programm. Mit dem Bus ging es raus aus Peking und einige Zeit durch nicht wirklich interessante Landschaften und dann kamen wir an. Wow! Schon so oft auf Bildern oder im TV gesehen, nun plötzich selbst hier zu sein, war aufregend. Wir bekamen 1 1/2 Stunden Zeit um die Mauer zu erklimmen. Erklimmen im wahrsten Sinne des Wortes, denn es geht relativ steil nach oben und die Studen haben alle unterschiedliche Größen, wobei manche so hoch sind, dass ich bei meiner Körpergröße von nur 162 cm und den kurzen Dackelbeinchen manchmal mehr klettern als Treppen steigen musste. J. trieb mich ordentlich voran!

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Nach einem Mittagessen ging es weiter zu den Ming-Gräbern, die wir ebenfalls ausgiebig besichtigten.

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Dabei fiel uns auf, dass viele alte Bäume im Park ihre Äste gestützt bekamen, die Stützen selbst sind wie Baumstämme gestaltet, so dass man sie kaum wahrnimmt:

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Das Tor zur Unterwelt. Wenn man die Gräber wieder verlässt und durch das Tor geht, sollte man laut sagen: “Ich bin wieder da” – sonst bleibt die Seele in der Unterwelt.

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Auf der Rückfahrt gab es noch ein paar Eindrücke von Peking, dann Abendessen.

Wir versuchten immer möglichst nicht mit den “Uschis” an einem Tisch zu sitzen, denn genauso asozial wie ihre Platzbelegung im Bus, benahmen sie sich auch am Tisch. In China isst man meistens an einem runden Tisch für 6 oder 8 Personen. Die Speisen werden auf einer Drehplatte in der Mitte angeordnet und jeder nimmt sich, dann was ihm schmeckt. Kommen acht Frühlingsrollen auf den Tisch, so kann eigentlich jeder eine bekommen, sofern die “Uschis” nicht anwesend sind, denn die nehmen sich jeder drei und so bleiben für die restlichen sechs Personen noch zwei übrig *handvornkopfhau*. Leider hatten wir heute Pech, es gab Uschi-Alarm – nun, mögen ihnen die Frühlingsrollen im Hals stecken bleiben, dachten wir. Trotzdem ist es interessant, wie immun solche Menschen gegen Blicke anderer und normale, soziale Verhaltensweisen sind.

Heute waren wir relativ früh im Hotel und nutzten die Zeit zum Lesen, TV gucken, Musik hören und einem frühen Sandmännchen, nachdem wir noch ein, zwei Gläschen Wein getrunken hatten ;-) .

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