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09. Januar 2011

New York 2009

leerzeit in

Nach 20 Jahren war ich wieder in New York, dieses Mal mit meiner Schwester, meinem Sohn und meinem “Großneffen” … den “Zauber” des ersten Males hatte ich nicht mehr, verzaubert bin ich trotzdem und ich weiß, dass ich jetzt keine 20 Jahre mehr vergehen lassen werde. Mein Lieblingsbild, wenn auch nicht New-York-typisch, möchte ich euch nicht vorenthalten: Im Bryant Park nachmittags nach mehreren Stunden Regen … es waren fünf Leute im Park, die Spatzen suchten immer noch Schutz in den Büschen, doch einer traute sich raus:

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1.Tag
Endlich war es soweit. Pünktlich um 7 Uhr verließen wir das Haus, denn um 10.35 h sollte unser Flieger LH 400 von Frankfurt Richtung New York starten. Vor der Schlange am Check in trafen wir, mein Sohn (17), ich (47) dann auch meine Schwester (69) und meinen „Großneffen“ (15). Eine etwas merkwürdige Reisegruppe (o: … dazu muss ich vielleicht erklären, dass ich jedes Jahr in den Osterferien mit meinem Sohn „Traumziele“ ansteuere, im Sommer gibt es dann immer einen gemeinsamen Familienurlaub mit Papa und Hund. Meine Schwester hatte sich erst später entschlossen, ihrem Enkel ebenfalls einmal New York zu zeigen.

Nun hieß es jedenfalls das erste Mal anstehen, was wir auf dieser Reise ja noch öfter tun sollten.
Das Flugzeug hob dann, vollkommen ausgebucht, pünktlich ab, der Flug war ruhig, wenn auch langweilig, da wir mit einer Boeing 747 flogen, die noch nicht über In-seat-Entertainment verfügt. So schaute ich also den Hauptfilm „Marley und ich“, bei dessen Ende alle Frauen um mich herum verstohlen die Tränen vom Gesicht wischten.
Wir landeten pünktlich und dann hieß es sich erst einmal an der Immigration zu gedulden. Nun bin ich von Natur aus kein besonders geduldiger Mensch, aber wenn man in New York landet und dann erst einmal eineinhalb Stunden anstehen muss, werde zumindest ich extrem hibbelig. Schließlich war aber auch diese Hürde überwunden und wir konnten unseren Weg zum Transportation Desk fortsetzen, wo auch schon ein Fahrer vom Air Link Shuttle wartete.

Die Reise hatte ich, da ich zu spät aufs NYC Guide Forum gestoßen bin, über Fairflight gebucht. 5 Nächte, Flug mit Lufthansa, Transfer, deutschsprachige Stadtrundfahrt, 90 minütige Bootsfahrt, Heliflug und Karten für Top of the Rock waren inklusive.
Irgendwann waren dann alle Air Link Shuttle Benutzer anwesend und wir fuhren Richtung Manhattan … bis wir schließlich am Pennsylvania Hotel rausgelassen wurden, vergingen allerdings noch einmal eineinhalb Stunden, die mich allerding gar nicht störten, denn es war wie eine erste Stadtrundfahrt und ich genoss das Gefühl wieder in New York zu sein nach zwanzig Jahren.

Im Pennsylvania standen wir wieder in einer „Line“ am Check in, es ging jedoch zügig, wir bekamen ein kleines, aber renoviertes Zimmer im 8. Stock. Alles war sehr sauber, die Möbel noch von 1912 * kicher*, aber das war uns egal, denn wir wollten nur noch raus in die Stadt und trafen uns kurz darauf mit meiner Schwester in der bahnhofsmäßigen Halle, denn meine Schwester wohnte mit ihrem Enkel im „The New Yorker“ in der 8th Ave.

Die Kinder hatten Hunger und Jan wollte unbedingt zu Mc Donalds, wenigstens einmal während unseres Aufenthaltes, um die Qualität der amerikanischen Burger zu testen. Mein Angus Chipotle Bacon Cheese Burger war auch richtig lecker.
Die nächsten Stunden verbrachten wir am Times Square, ja, wirklich Stunden: einfach nur da stehen bzw. auf der Treppe sitzen und einsaugen, Verkehr und Menschen gucken, den Hard Rock Cafe Shop und den M&M-Shop auskundschaften, erste Einkäufe tätigen, immer wieder verzückt die Kamera hochreißen und uns möglichst nicht verlieren im Gewimmel. Gegen 21.30 h überließen wir uns dann doch unserer Müdigkeit und schlenderten zurück zum Hotel um nach einer lauwarmen! Dusche ins gute Bett zu sinken, ein wenig durch die Kanäle zu zappen und schließlich glücklich einzuschlafen.

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2. Tag

Nach meinem Plan stand für uns heute die deutschsprachige Stadtrundfahrt an, dazu sollten wir spätestens um 9 Uhr am Gray Line Center an der 8th Ave zwischen 47. und 48. Straße sein.
Wir trafen uns also um 7.30 h zum Frühstück bei Andrews, 7th Ave, Ecke 35. Straße … nach scrambled Eggs und Omelett ging es zu Gray Line … unsere Voucher wurden entgegen genommen und wenig später standen wir in der „deutschen Line“ … Uhah … also unsere Reiseführerin für diesen Vormittag war schon eine Nummer *kicher* … ich schätze 73 und bestimmt mal Lehrerin (o; … ihre Anweisungen knapp, aber deutlich: „Zu zweit … an die Wand … setzen … ich muss zählen“, mir kamen die Anweisungen sehr bekannt vor, aber für ein zahlendes, erwachsenes Publikum ein No-Go, dazu ein geschlossener Bus … wer das Pech hatte rechts zu sitzen, konnte von den vielen „links sehen Sie jetzt …“ nichts mitbekommen. Okay, es tat gut, als leichter Schneefall einsetzte, so konnte man sich freuen im Warmen und Trockenen zu sitzen … bei gutem Wetter hätte ich mich totgeärgert.

Erster Stop an St. Johns of Divine, nunja, Kirche eben. Schön war, dass dort gerade eine Chor sang, das hat den Stop aufgewertet und wer mal aufs Klo muss, tolle Toiletten mit automatischer Klospülung (o:

Nächster Stop war Ground Zero bzw. World Financial Center … wir konnten ein kurzen Blick von der Treppe des Wintergardens auf Ground Zero „genießen“. Ehrlich? Ich sah eine große, sehr große Baustelle. Ich weiß nicht, was ich mir vorstellte, irgendwie etwas anderes … mehr feierliches, pietätsvolles, keine Ahnung … ich beschloss es auf jeden Fall an einem anderen Tag zu suchen.

Letzter Stop der Stadtrundfahrt war Rockefeller Center und ich beschloss für die Gruppe dort auszusteigen … wir waren zwar die Einzigen, aber ich sah nicht viel Sinn darin wieder an 8th Ave zurück zu fahren. Die Atmosphäre am Rockefeller Center konnte ich dann auch wieder voll genießen … Eisläufer, Fahnen, Skyscraper. Nach einigem Suchen und Fragen fanden wir dann auch den Aufgang zum Top of the Rock … ohne Anstehen und Warten … und der Ausblick auf die Stadt entschädigte alles: Schnee, geschlossener Bus, unfreundliche Reiseführerin … New York pur, live und in Farbe und das von oben … GEIL!

Ich weiß nicht, wann wir wieder unten waren, ich hatte jegliches Zeitgefühl dort oben verloren. Jedenfalls gab es danach es danach Cappuccino und Kuchen von Starbucks mit Blick auf die Eislauffläche und wieder einmal Klosuche ….
Anschließend die 5th Ave hoch … Abercrombie stand an und Jan hat wohl meine Top of the Rock Gelähmtheit genutzt und mächtig eingekauft. Hm, es war keine „Line“, daran könnte ich mich erinnern, ansonsten erinnere ich mich nur an zu dunkel, zu laut, zu warm und zu viel Parfum, aber die halbnackten Jungs am Eingang waren nett *zwinker*, die Kreditkartenrechnung eher hoch …

Im TrumpTower kam ich dann wieder zu mir … rosa Marmor, goldene Rolltreppen … aber leider kein Wasserfall … wie kein Wasserfall, da bin ich in New York und kein Wasserfall im Trump Tower? Spontan lud ich meine Schwester zumindest zu einem Cosmopolitan in der Bar ein, wenn schon kein Wasserfall … 14 $ pro Drink weniger und ein wenig entspannter fielen wir im Apple Store ein. Ich, Besitzerin eines Ipod Minis der ersten Generation, der läuft und läuft, wollte eventuell auf einen Ipod touch umsteigen … da die Preise aber nicht wirklich umhauend waren, beschloss ich meinen Mini zu pflegen und zu schätzen, vielleicht war ich auch einfach zu müde (o:

Jedenfalls schlurften wir weiter Richtung Columbus Circle … mein Ziel war der Food Court im neuen Time Warner Center, von dem ich schon so viel gehört hatte und den ich als Hobbyköchin einfach sehen und erleben wollte. Wir, meine Sis und ich, waren dann auch mächtig beeindruckt, leider wurde mir spätestens beim Fisch das Fotografieren verboten, weshalb, weiß ich immer noch nicht.
Die wirklich langen Schlangen an den Kassen verhinderten dann auch das Einnehmen eines Time Warner Center Abendessens, hungrig verließen wir den Fress-Tempel, schade eigentlich.

Essen waren wir schließlich im Applejack Diner am Broadway. Mein Salat und meine anschließenden selbstgemachten Linguini mit Shrimps in Tomatensauce waren köstlich, meine Sis war mit Ihrem Red Snapper ebenfalls zufrieden, Jan, der die „hote“ Pasta Variante mit Seafood gewählt hatte, seufze tief und trank mehr, Fabi kämpfte mit seinem Riesensalat. Service war perfekt, Essen ebenfalls. Glücklich und rundgefressen ging es über den voller werdenden Times Square ins Hotel … wieder nur lauwarmes Wasser, egal müde … duschen … the Simpsons … schlafen … Nunja, ein wenig Aufregen wegen fehlendem warmen Wasser war da schon noch (o;

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3. Tag

Wir waren wieder relativ früh wach und nach der lauwarmen Dusche auch richtig (o: … sonst bin ich ja morgens ein Ewig-Lang –und- Extrem-Heiß-Duscher, aber im Pennsylvania war ich immer ganz schnell wieder aus dem Bad draußen. Nachdem wir mit vereinten Kräften dann auch das Fenster so weit geöffnet hatten um unseren Kopf rauszustrecken und einen Blick auf den Himmel erhascht hatten, zeigte sich das erste Lächeln des Tages auf meinem Gesicht: blauer Himmel.

Dies war heute besonders wichtig, hatte ich doch in meinem unverbesserlichem Optimismus und Glauben an alle Wetterdienste dieser Welt für diesen Morgen 9.30 h den Hubschrauberrundflug bei Liberty Helicopters reserviert und zwar per Email am Montag aus Deutschland. Die Bestätigung kam dann auch recht schnell. Um 7.25 verließen wir dann auch schon das Hotel um unser Frühstück wieder bei Andrews einzunehmen Gestärkt durch fried eggs und blueberry pancakes marschierten wir dann bei Sonnenschein und blauem Himmel Richtung Hudson und ich hatte das erste Mal „springtime-feelings“ in New York, ich glaube ein wenig schien mir die Sonne auch aus dem Hintern: tolles Wetter und mein zweiter Hubschrauber-Flug über New York stand an *yeah*.

Nach den Einweisungen in die Sicherheitsvorkehrungen und die verschiedenen „Anschnall-Möglichkeiten“ – wer kann sich die alle merken – stiegen wir dann auch pünktlich um 9.30 h in unseren niedlichen, kleinen Hubschrauber. Ha, ich durfte vorne sitzen, neben dem netten Piloten, der uns auch während des gesamten Fluges vollquasselte, wobei ich mich manchmal vergewisserte, ob er sprach oder ein Band, so schnell und professionell machte er das. Verstanden hab ich nicht viel, aber ich war auch vom Anblick der Skyline so fasziniert. Die Zeit verging wie im Flug, hihi, und wenig später landeten wir schon wieder am Hudson.

Ja und dann kam der Zeitpunkt, der zeigte, dass alle Pläne, die ich so mühe-, aber natürlich auch lustvoll erstellt hatte über den Haufen geworfen wurden, denn aufgrund des wirklich tollen Wetters entschieden wir uns die 90minütige Bootsfahrt ebenfalls an diesem Tag zu machen, was sich letztendlich auch als die richtige Entscheidung herausstellte. Da wir bis zur Abfahrt des Bootes von NYWaterway noch Zeit hatten, spazierten wir Richtung USS Intrepid und warfen zumindest von unten einen Blick darauf, später ließen wir uns bei Kaffee (ungenießbar) und Strawberry-Kiwi-Snapples auf den Bänken vor dem Circle Line Cafe die Sonne auf die Nase scheinen und schrieben Postkarten.
Vor zwanzig Jahren stand ich genau am gleichen Platz und ließ mich damals von meinem Mann kneifen, weil ich nicht glauben konnte in New York zu sein. Dieses Mal vermisste ich die Aussicht auf den Madison Square Garden und das Hotel „The New Yorker“ … das Erscheinungsbild der Skyline hat sich doch stark verändert.

Die 90minütige Bootsfahrt empfand ich als ausreichend und bei blauem Himmel und Sonnenschein konnten wir die Aussichten auf Skyline, Miss Liberty, die Brooklyn- und Manhattan-Bridge auch in vollen Zügen genießen. Bei Miss Liberty stoppte der Kapitän dann auch die Maschinen, so dass es wirklich tolle Möglichkeiten zum Fotografieren gab … leider tanzte sie nicht, wie in der neuesten Panasonic Lumix Werbung, trotzdem empfand ich es auch beim zweiten Mal als sehr berührendes Erlebnis und das kleine Freudentränchen konnte ich als „starken Wind“ und empfindliche Augen verkaufen (o;

Nachdem wir wieder festen Boden unter Füßen hatten, nutzen wir den kostenlosen Shuttle-Bus von NY Waterways Richtung Downtown. Die freundliche Busfahrerin ließ uns W Broadway/Ecke Warren Street aussteigen und da uns mittlerweile doch der Hunger plagte, gingen wir in die nächste Pizzeria, die uns ins Auge fiel. Den Namen habe ich leider oder vllt. auch absichtlich vergessen, denn dort habe ich die schlechtesten Calamari Fritti meines Lebens genießen dürfen. Die Pizza war aber angeblich ganz in Ordnung.

Nach diesem kulinarischen Reinfall marschierten wir Richtung Ground Zero. Die furchtbare Hektik um die Baustelle und die Menschenmassen machten das ganze Unterfangen aber eher zu einem Spießrutenlauf und auch dieses Mal fand ich nicht das, was ich suchte, wobei ich auch gar nicht genau wusste, was ich suchte.

Dann lachte uns Century 21 entgegen, auch darin war extrem voll, trotz alledem schaffte es mein Sohn ein paar passende Stücke zu finden, hihi. Ich war froh als wir wieder draußen waren, langsam entwickelte ich mich doch zur Anti-Shopping-Queen (o;

Erholsam und ruhig empfand ich die Besuche auf den Friedhöfen von St. Pauls Chapel und der Trinity Church, hier hätte ich noch Stunden verweilen und die Inschriften der alten Grabsteine lesen können.

Weiter ging es dann zur Wallstreet und anschließend zum Southstreet Seaport. Vorher verbrachten wir einige Zeit am Pier 11, denn ich hatte gelesen das NY Watertaxis von dort um 17.15h und 18.15h zum Fulton Landing Pier fährt. Leider wusste niemand am Pier dort etwas davon, so nahmen wir also später die Subway nach Brooklyn.
Aber zunächst gab es einen wohlverdienten Cappu am Southstreet Seaport, wobei die langsam untergehende Sonne das Draußensitzen schon wieder unangenehm machte, vor allem weil ein mörderisch kalter Wind wehte. Nachdem eine „freundliche“ Taube meinem Großneffen dann noch auf seine Kapuze schi**, entschieden wir uns Richtung Subway Richtung Brooklyn aufzubrechen, denn wir wollten den klaren Tag nutzen und über die Brooklyn Bridge nach Manhattan laufen.
Gesagt getan, Haltestelle Clarkstreet ausgestiegen … und ja, ich hatte vergessen die Karte aus dem NYC Guide für den Aufgang zur Brücke auszudrucken und mein Erinnerungsvermögen ist auch nicht mehr das, was es mal war … „rechts“ … war das Einzige, was ich aus den Tiefen meines Hirns noch hervor holen konnte. Also liefen wir rechts … nunja … irgendwann hätte wir wohl wieder rechts laufen müssen, was wir aber nicht taten und plötzlich standen wir am Hudson (o;. Meine drei Mitläufer maulten schon ein wenig, ich ließ sie maulen und spendierte ihnen dafür kurz darauf ein Eis der Brooklyn Ice Cream Factory, so waren die Münder wenigstens mit anderem als maulen beschäftigt.

Irgendwann fanden wir den Aufgang tatsächlich noch und der Gang über die Brücke bei untergehender Sonne war wirklich ein unvergessliches Erlebnis, auch wenn ich im Fotorausch manchmal fast von den mörderisch schnellen Radfahrern erwischt wurde.

Wieder in Manhattan angekommen, hatten wir die wahnwitzige Idee an diesem Abend auch noch den Blick vom Empire State Building auf das nächtliche Lichtermeer zu genießen und bestiegen also die Subway Richtung Midtown. Diese Idee hatten mit uns aber noch ca. 4 Millionen Touristen (o;.
Wir standen geschlagene 2 Stunden, die längsten zwei Stunden meines Lebens. Eingekeilt in eine kanadische Jugendgruppe, die überwiegend aus gutgelaunten, wenn auch manchmal etwas hysterischen, pubertierenden Mädels bestand. Um sich die Zeit zu verkürzen sangen diese Mädels 118 Minuten lauthals und ziemlich falsch, die restlichen zwei Minuten bestanden aus LaOla-Wellen, die durch die Massen der Wartenden liefen (o: … ich war irgendwie ziemlich angenervt und trotzdem fand ich es lustig, man kann die Atmosphäre auch gar nicht wirklich mit Worten beschreiben. Fast in die Hose gemacht vor Lachen habe ich mich dann am Karten-Schalter. Meine Schwester, die nicht wirklich Englisch spricht, aber es trotzdem immer versucht und dabei noch mit ihren geringen Spanisch-Kenntnissen durcheinander kommt, bestellte „Uno y un senor“ … aber sie bekam tatsächlich ihre Seniorenkarte und keinen Mann … eigentlich schade, denn je nachdem wie das Exemplar ausgefallen wäre, hätte er uns ja die Wartezeit verkürzen können.
Endlich oben angekommen, war es auch dort extrem voll, schweinekalt und ich konnte es nicht wirklich genießen )o: … schade, denn eigentlich ist der Blick auf die Lichter Manhattans ein Traum. Irgendwann muss ich es einfach noch einmal probieren.

Eineinhalb Stunden später waren wir wieder unten, kauften noch ein paar Getränke im nächsten Duane Reed und schleppten uns noch zu Wendys, denn die Jungs „starben“ fast vor Hunger und längeres Suchen bzw. Laufen war einfach nicht mehr drin.

Als ich später im Hotel die Schuhe auszog, hatte ich Angst Brandlöcher in den Teppich zu brennen und die Füße freuten sich über die lauwarme Dusche, ich glaubte, ein winziges Zischen war sogar zu hören. Als ich aus Bad kam, schlief Jan schon und wenig später ich auch.

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4. Tag

Der erste Tag ohne Termin am Morgen, leider auch ohne blauen Himmel und mit gefühlten 5 Grad *bibber* und die Wettervorhersage versprach auch nichts Gutes. Wir trafen uns wieder bei Andrews und am gleichen Tisch und die etwas miesepetrige Bedienung (ich schiebs auf die frühe Morgenstunde, am Tip kanns nicht gelegen haben) fragte uns, ob wir die Karten noch benötigen. Jawollja, denn die Jungs wollten Pancakes probieren und entschieden sich für BlueBerry-Pancakes with Bacon *grusel*.

Anschließend entschlossen wir uns den Central Park zu erkunden. Auf meinem „Plan“ stand eigentlich nur Strawberry Fields, aber es kam dann doch anders (o;. Einmal im Park ließen wir uns einfach treiben. Jan wurde zum Squirrel-Flüsterer unter Zuhilfenahme von Erdnüssen, wir genossen die Frühlingsblumen, kamen mit stolzen Hundebesitzern ins Gespräch, da wir die Hunde anlächelten, lauschten Musikern, schauten bei einem Fotoshooting zu, saßen oft auf Bänken und beobachteten das Leben im Park. Zwischendurch fielen ein paar Regentropfen, aber nicht genug, um uns aus dem Park zu vertreiben. Ich weiß nicht mehr, wie viel Zeit wir im Park verbrachten, aber wir hatten beim Austritt am Central Park West, Höhe Dakota Building schon wieder Hunger, also gehe ich doch von einigen Stunden aus. Wir leisteten uns also einen Hot Dog um anschließend zum Columbus Circle zu schlendern, denn wir hatten Starbucks-Durst und eine Toilette musste auch her.

Die Cappus wurden langsam kalt und die Jungs standen immer zur Toilette an (o:, die Zeit nutzen meine Schwester und ich um den weiteren Tag zu planen. Da Fabi noch einmal zu Abercrombie wollte *an den Kopf fass*, entschieden wir uns zunächst zu einem Besuch bei Macy‘s, in der Hoffnung, dass er dort seinen Shopping-Wahn befriedigen würde. Wir machten uns also zu Fuß auf zu Macy‘s.

Bei Macy‘s fand zu dieser Zeit die Flower Show statt, es war extrem voll, aber die Dekoration mit tausenden von echten, frischen Blumen war beeindruckend (O-Ton Sohn: Die spinnen, die Amerikaner!). Ich leide ja wirklich nicht unter Phobien, aber diese übervollen, extrem warmen und sauerstoffarmen Geschäfte, machten mir echt zu schaffen. Da macht mir shoppen einfach keinen Spaß und es ging nicht nur mir so, also einmal Holzrolltreppe fahren, ein paar Fotos, nach einem Mitbringsel für Papa suchen und möglichst schnell wieder raus (o:.

Mein Ziel war ein Stuhl auf dem Herald Square zu ergattern, sitzen und gucken. Die Jungs ergatterten in der Zwischenzeit noch Pizza und meine Schwester eroberte den H&M. Ich saß und genoss und meine Füße wirkten richtig glücklich.

Nach einiger Zeit brachen wir dann doch noch einmal Richtung Abercrombie auf, dessen betreten ich jedoch verweigerte. J. und ich entschlossen uns dagegen auch einmal das Warensortiment eines amerikanischen H&M zu inspizieren. Im ersten Stock wurde mein Sohn dann auch fündig … ich bin froh, dass er ein Schnell-Shopper ist. Um jedoch wieder zum Ausgang zu gelangen, mussten wir erst durch alle Stockwerke, sehr geschickt! Nun verfiel ich in Frustkauf, hihi. Ein paar T-Shirts und Strickjacken reicher verließen wir dann endlich den Laden. Inzwischen regnete es stark und wir marschierten Richtung Abercrombie. Vor dem Laden war wirklich eine „Line“ und unsere Reisepartner nirgends zu sehen. Wir klebten uns also ans Schaufenster um nicht total nass zu werden und warteten geduldig.
Einige Zeit und eine Tüte später kamen sie dann auch. Mein Bedarf war erst einmal gedeckt und wir entschlossen uns in Dauerregen zum Hotel zu laufen, um uns später zum Essen zu treffen.

Nach Dusche und Fußmassage ging es dann ins Hyo Dong Gak, 51 West 35th Street, einem chinesischen Restaurant, in welchem wir die einzigen nicht chinesischen Gäste waren. Das Essen war wirklich sehr, sehr gut und relativ preiswert. Ich hatte eine riesige Portion Shrimps with Garlic Sauce, dabei war wirklich köstliches, knackiges Gemüse … vom Reis habe ich kaum gegessen. Neben uns saß ein indischer Geschäftsmann, der uns gleich erzählte, dass dies sein Stammrestaurant wäre.

Müde, satt und gut gelaunt ging es dann zurück Richtung Hotel. Da J. und ich aber noch nicht schlafen konnten, liefen wir noch ein wenig durch die nächtlichen Straßen und saugten New York in uns auf. Der Nachmittag in der 5th Ave hatte uns nicht richtig „befriedigt“ … ein Nachteil, wenn man mit zu vielen Leuten reist und ich hatte wirklich Hemmungen, meine Schwester mit ihrem Enkel allein losziehen zu lassen, aber das ist mein Problem (o:
Im Zimmer genossen wir jeder noch ein Bier und ließen die Ereignisse des Tages an uns vorüber ziehen und müde waren wir auch.

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5. Tag

Das Aufstehen fiel schon etwas schwerer, denn zum Einen regnete es in Strömen, zum Anderen war uns bewusst, dass heute schon unser letzter Tag in NY anbrechen sollte.
Wir trafen uns dann aber wie immer bei Andrews, nachdem ich zuvor aber noch unseren AirLink-Shuttle für den nächsten Vormittag um 11.00 h bestellte, denn meine gewünschte Abholzeit von 11.30 h war nicht möglich.

Da meine Schwester ihren Shuttle noch nicht bestellt hatte, machten wir uns nach den Frühstück noch einmal zum “The New Yorker” auf, immer noch im strömenden Regen, damit sie ebenfalls ihren Shuttle bestellen konnte. Sie tat es dann über die Rezeption, die ihr einredeten, sie solle sich schon um 10 h abholen lassen (unser Flug ging um 15.35 h ab JFK) und den Shuttle dann auch so bestellten.

Das Wetter wollte und wollte, trotz meiner Stoßgebete (als katholische Religionslehrerin machte ich mir da doch Hoffnung), nicht besser werden und so verbrachten wir noch einige Zeit in der Lobby und diskutierten. Ich wollte die Zeit zu einem Museumsbesuch nutzen, aber außer meinen Sohn konnte ich niemand so wirklich überzeugen. So machten wir uns irgendwann per Subway auf Richtung Grand Central Station. Dort genossen wir das Treiben, einen Kaffee und ein Chicken-Parmesan-Pannini und wagten ab und zu einen Blick in 42th Str, immer noch in der Hoffnung, dass der Regen endlich aufhören würde. Jedes Mal, wenn wir die Straße betraten, stürzte der gleiche Regenschirmverkäufer mit einem unglaublich schnellen “mbrlla, mbrlla” auf uns zu, der Arme konnte ja nicht wissen, dass ich Regenschirm-Total-Verweigerer bin.

Irgendwann entschlossen wir uns trotz immer noch strömendem Regen die Subway Richtung Canal Street zu betreten, denn ich wollte unbedingt nach Chinatown. Weniger wegen Jan und mir, wir hatten im Vorjahr ja China (Peking & Shanghai) wirklich “chinesisch” erlebt, aber ich dachte vor allem an Fabi und meine Schwester.

Die Anfahrt gestaltete sich jedoch schwerer als gedacht, denn auf Grund des Wetters war es unglaublich voll unter der Erde und dann passierte das, worüber wir vorher nie nachgedacht hatten: Die Jungs waren im Wagen, die Tür ging zu und meine Schwester und ich standen draußen … und weg waren sie. Ja, hm, was soll ich sagen, man hält uns bestimmt für total verrückt, aber die Jungs wussten weder, wo sie aussteigen sollten, noch hatten sie Handys, Hotelkarte oder Geld bei sich *andenKopfhau*.

Da ich ihnen aber gesunden Menschenverstand unterstellte, wollte ich einfach die nächste Subway nehmen, da ich vermutete, dass die Beiden an der nächsten Haltestelle aussteigen und dort auf uns warten würden. Meine Schwester “tickt” aber anders und so nahm ich alleine die nächste Subway, sie wollte Stellung halten, falls die Jungs zurückkämen.

Natürlich standen die beiden an der nächsten Haltestelle und lachten über unsere schwachsinnige “Lösung”, wir fuhren jedoch dann zu dritt zurück, um meine Schwester abzuholen, die sich wirklich nicht vom Fleck gerührt hatte (o:. Wiedervereint unternahmen wir den zweiten Versuch die Canalstreet zu erreichen.

Wer zur gleichen zeit in New York war (Ostersamstag) kann vielleicht bestätigen, wie voll es in der Stadt war. Unser Versuch Chinatown zu besuchen scheiterte nach ca. 500 m. Es waren wirklich nur noch “Regenschirme” unterwegs und irgendwie habe ich die genau die passende Größe um alle Schirmdrähte New Yorks in Augennähe zu haben. Meiner Schwester erging es nicht besser und nachdem ihre Brille auf dem Boden landete, beschlossen wir das Unterfangen aufzugeben und machten uns (ich frustriert) erst einmal wieder Richtung Hotel auf.

Was hilft bei Frust besser als Essen? Jan und ich entschlossen uns zu klebrig süßen, bunten Donuts und zum Packen, um bei endendem Regen einfach mehr Zeit zu haben.

Um 16 h war es endlich soweit, es regnete nicht mehr!!! Jan war müde, ich wollte raus, zum Essen waren wir erst um 19.30 h verabredet. Also zog ich mit meiner Kamera alleine los Richtung Bryant Park. Dort war es so kurz nach dem Regen fast menschenleer und ich genoß das Umherlaufen und Fotografieren, trotz des schlechten Lichtes. Dann führte mich mein Weg weiter Richtung Flatiron Building, unterwegs bekam ich eine SMS von Jan. Er bereute wohl nicht mitgekommen zu sein, der Arme (o;

Um 19 h war ich wieder im Hotel und wir machten uns kurz darauf auf, meine Schwester und Fabi zu treffen. Meine Schwester hatte uns von einem schönen Steakhouse erzählt, welches sie auf der 7th Ave “gesehen” hatte. Steak hörte sich gut an und so machten wir uns auf die Suche. Leider vergeblich, wo sie das Steakhouse gesehen hatte, wissen wir immer noch nicht, aber schließlich landeten wir bei Applebee’s in der 42th Str.
Das Essen war sehr lecker, die Jungs genossen Steak und Chicken, wir Spareribs und Bier (7,20 $!!!! ein Glas), der Service war gut, die Preise fand ich etwas überzogen, aber es war unser letzter Abend und die Laune wollten wir uns durch nichts mehr verderben lassen.

Es folgte ein letzter Gang über den Times Square, ich wollte nicht melancholisch werden und beschloss an diesem Abend auf keinen Fall wieder 20 Jahre bis zu meinem nächsten Besuch verstreichen zu lassen (und so ganz still und heimlich schlich sich der Gedanke ein, dass NY einmal ganz alleine – ich und die Kamera – bestimmt auch nicht falsch wäre).

Aber der Abend war ja noch nicht zu Ende (o; … meine Schwester wollte unbedingt noch zwei dieser Schaumstoff-Miss-Liberty-Strahlenkränze und so betraten wir einen Laden (!) … einer der Verkäufer schaute mich an, dann meine Kamera und dann kam das skurrilste Einkaufserlebnis in NY in Gang.
Der wirklich nette und überaus charmante Mensch wollte mir nämlich ein Objektivaufsatz verkaufen. Zunächst pries er das “Ding” nur mit Worten an, um mir danach mit Hilfe meiner Kamera Beispielfotos zu zeigen. Nunja, zu Hause hatte ich schon einen Fisheye-Aufsatz, der sich aber im Nachhinein als Fehlkauf heraus stellte, da ich ihn wirklich fast nie nutze. Das “Ding” fand ich aber irgendwie schon toll und ich kann Begeisterung schlecht verbergen … so kamen wir irgendwie, irgendwann zu den Preisverhandlungen. Ziemlich schnell – und da wurde selbst ich hellhörig (ja, ich bin ein immer “gutdenkender” Mensch, was nicht unbedingt vorteilhaft ist), denn ziemlich schnell änderte sich der Preis von 1095 $ auf 200 $ – nunja 200 $, dachte ich mir … und beschloss trotzt merkwürdigem Bauchgefühl den Deal abzuschließen und meine Kreditkarte über den Tisch zu schieben. Die beiden Strahlenkränze sollte meine Schwester als Geschenk erhalten.

Aber es schien ein Problem mit meiner Kreditkarte zu geben, angeblich wollte sie die Summe von 200 $ nicht, wohl aber die von 50 $, den Rest sollten wir doch einfach bar bezahlen. Das wollte ich aber nicht und bestand auf Rückbuchung, nach einigem Hin- und Her buchte man die 50 $ zurück und wir verließen nach vielen Diskussionen den Laden … meine Schwester die Strahlenkränze immer noch fest in der Hand *kicher* … aber ob des geplatzten Geschäfts, musste sie diese dann auch zurückgeben … später in Hotel mussten Jan und ich noch so viel lachen, da sie entrüstet ausrief: “Aber die habt ihr mir doch geschenkt!”

Um 1 h lagen wir schließlich im Bett, müde, trotz eines solchen, leider durchs Wetter beeinflussten Tages. An diesem Tag wurde mir klar, dass ich wohl nicht zu “Gruppenreisen” im Familienclan tauge, mit Jan ja, mit meinem Mann auch, wahrscheinlich auch noch – in London ausprobiert – mit M., meiner drei Jahre jüngeren Nichte, aber mehr als drei … nein … und ein wenig ärgerte ich mich an diesem Abend über mich selbst, aber nur ein wenig, denn ich war immer noch in New York und ich hatte eine tolle Zeit … toller ist nunmal eine Steigerung.

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und zum Schluss des 5. Tages ein Foto, was ich ja nicht überall zeige, einfach, weil ich Fotos von mir hasse, aber die Laune war einfach zu gut:

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6. und letzter Tag

Heute war noch einmal früh aufstehen angesagt, denn ich wollte die verbleibende Zeit zwischen Frühstück und Abholung nutzen, um mit Jan zumindest noch einmal einen Blick auf Miss Liberty vom Battery Park aus zu genießen.

Wir trafen uns also um 7.30 h zum Frühstück und verabschiedeten uns ein paar Eier später, um uns am JFK wieder zu treffen. Es war strahlend blauer Himmel, aber es war auch sch***kalt. Jan und ich machten uns auf den Weg per Subway zum Battery Park.

Die letzten Fotos; New York wollte uns mit bestem Wetter verabschieden … die Eternal Flame und der Anblick von “the Sphere”, waren dann vielleicht auch das, was ich am Ground Zero vermisst hatte … und eigentlich wollte ich nicht wirklich gehen, aber es wurde Zeit und außerdem war uns an diesem Morgen an der Südspitze Manhattans wirklich saukalt.

Wir fuhren also zurück, packten die letzten Sachen und begaben uns zum Seitenausgang vom Hotel, wo uns wenig später der AirLinkShuttle “aufgriff”.

Der Rest war unspektakulär … im Airbus der LH gabs dieses Mal In-Seat-Entertainment und 3 Filme später landeten wir in Frankfurt. Selbst wenn wir etwas hätten verzollen wollen, wäre es auf Grund der Abwesenheit von geeignetem Personal schwierig geworden.

Jetzt, wieder richtig zurück, muss ich sagen, es waren wunderschöne und ereignisreiche Tage. Auch beim zweiten Mal New York habe ich vieles – das meiste – nicht gesehen. Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit. Mit vier Leuten würde ich nicht mehr fliegen – oder ich müsste mich sehr ändern und einfach mehr mein Ding durchziehen.
Jan hat heute beim Essen gesagt, er würde gerne noch einmal mit mir nach New York und ich denke nächstes Jahr werden wir genau dies tun – dann aber ohne Reiseveranstalter und zu zweit, vielleicht nehmen wir auch den “Papa” mit (o;.

Möchte mich hier noch einmal bei Marion vom NYC Guide bedanken. Ich habe die Zeit vom Entdecken des NYC-Guides bis zu unserem Flug fast täglich dort verbracht und alles in mich eingesogen. Es hat meine Vorfreude unendlich gesteigert. Tolle Reiseberichte, tolle Informationen.

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