• Home
  • EUROPA
  • USA
  • ASIEN
06. Januar 2011

New York 2010

leerzeit in

Ein Jahr danach sollte es endlich wieder soweit sein: New York, diesmal nicht mit Schwester und Großneffen, sondern nur mit meinem Sohn (18) und Franz .
Franz ist ein besonders liebenswertes Wesen, ca. 15 cm groß, grün und ganz weich.
Er heißt mit Nachnamen Frosch und ist unser Klassentier der Froschklasse.
Damit meine Frösche auch in den Osterferien ab und zu etwas lesen, schreibt Franz ihnen aus New York auf unserem Klassenblog.
Die Angst bezüglich e-Tickets, Online-Check-in usw. der vergangenen Tage, hatte mich schon bissl nervös gemacht, aber:

Anreise – Montag, den 29.03.2010 „Werden Sie mit Air Canada zum Nichtraucher in 15 Stunden“

Als am Sonntagabend der Online-Check-in dann funktionierte, waren meine Bedenken bezüglich E-Tickets usw. endlich Schnee von gestern, schlafen konnte ich trotzdem kaum, denn natürlich war die Vorfreude groß.

Am Montag um 7.45 Uhr machten wir uns dann auch auf Richtung Flughafen Frankfurt. Dort gab es noch einen dicken Kuss für den besten Ehemann und Papa. Nach der Gepäckaufgabe und einem Kaffee bei einer amerikanischen Fastfood-Kette im Terminal 2, machten wir uns dann auch auf zum Gate B 41. Boarding sollte um 10.00 Uhr starten, tat es aber nicht.
Mit einer Stunde Verspätung hob unser Flugzeug dann endlich Richtung Montreal ab.
Der Flug war unspektakulär, sogar der Fisch mit Reis, Zuckerschoten und Champignons schmeckte, auch der Weißwein war lecker.

Als wird dann ca. 7 ½ Stunden später in Montreal landeten, freuten wir uns vor allem auf eine Zigarette. Aber das war wohl nichts. Ab zur Handgepäck-Kontrolle, die strenger war, als alles was ich bisher erlebte: Mein gesamter Rucksack wurde entleert, selbst die Bücher durchgeblättert. Auch wir wurden nach der üblichen Untersuchung mit dem Metalldetektor noch einmal von oben bis unten abgetastet, allerdings nicht als Stichprobe, sondern alle Transitgäste genossen diese Behandlung.

Dann gings zur Immigration. Officer waren nett, aber leider nur zu zweit für ca. 100 Fluggäste. Unser Gepäck mussten wir per Foto identifizieren und schon gings in das Abflugebäude für die Flüge in die USA …. und kein Raucherzimmer weit und breit. Unsere Laune war entsprechend, gut, dass uns niemand ansprach.

Zwei Stunden später das Boarding und dann gings wirklich schnell: Wolken, Wolken, Wolken und wir landeten in New York (19.25 Uhr – La Guardia). Endlich die erlösende Zigarette, schnell das Gepäck und ein Taxi.

Bild

25 Minuten später stiegen wir vor dem Empire Hotel aus … aber schon auf der Fahrt durch die Stadt hatte ich Schmetterlinge im Bauch.

Wir bekamen ein kleines, aber schönes Zimmer im 4. Stock mit Blick auf den Broadway, die Columbus Ave und das Lincoln Center und dann saß ich erst einmal 10 Minuten andächtig am Fenster. Anschließend schnell gekämmt, Lippenstift aufgelegt und raus.

Hmpf, es regnete, nein, es schüttete und wir ohne Kapuzen und die Schirme hatte ich auch in Deutschland vergessen. Entsprechend kurz gestaltete sich unser erster Abend. Schnell um die Ecke und in Melissas Gourmet Deli zwei Sandwiches, Obst und VitaminWater geholt, dann in den Duane Reed, der im Haus ist, um Aspirin zu holen und dann gings wieder aufs Zimmer, wo ich mir den Sessel vors Fenster schob und mit meinem Shrimp-Sandwich die nächste halbe Stunde genoss. Schließlich befreite ich noch Franz aus der Reisetasche, setzte ihn ebenfalls an Fenster, noch eine schnell Dusche und dann ab ins Bett.

Bild

Bild

Dienstag, den 30.3.2010 „Tag der sterbenden Regenschirme“

Um 4 Uhr war ich wach. Franz saß immer noch am Fenster und Sohnemann schlummerte noch. Also beschloss ich mich auch noch einmal zum Schlafen zu zwingen, was mir auch gut gelang.

Unser Zimmer hatte ja nur ein großes Bett, welches ich mir also mit Sohnemann teilte, was an diesem Morgen dann zu einer Situation führte, über die wir heute immer noch lachen. Jan wurde gegen 6.30 h wach, aber wohl nicht richtig, denn er strich mir kurz übers Haar und murmelte verschlafen: „Guten Morgen, meine Schöne“, worauf ich ihm genauso verschlafen antwortete: „Hallo, ich bin nicht Desi, sondern deine Mama!“. Nun mussten wir beide soviel lachen, dass wir auch gleich hellwach waren.

Der erste Weg ging ans Fenster, regnete es immer noch in Strömen. Irgendwie hatte ich mir den ersten Tag in New York anders vorgestellt und auch sämtliche Planungen wurden damit über den Haufen geschmissen.

Bild

Es gab zunächst eine Dusche und dann zogen wir los, um uns im The Flame Restaurant, welches ich mir vorher auf menupages als eines unserer Frühstückslokalitäten ausgeguckt hatte, ein richtig (fettes) amerikanisches Frühstück einzuverleiben. Qualität und Preise waren okay und bei Eiern mit Speck stieg auch ein wenig unsere Laune.

Bild

Als wir wieder vor die Türe traten und einen relativ trockenen Flecken Erde für eine Zigarette suchten, schworen wir uns, dass das Wetter uns nicht den ersten Tag versauen sollte und deshalb ging unser erster Weg dann auch in einen kleinen Schuhreparaturladen, der ebenfalls Schirme verkaufte, so sollten und wollten wir dem Wetter trotzen.

Bild

Weiter zur Subway am Columbus Circle, 7 Tage – Metrocard gezogen und ab Richtung Downtown, denn wir wollten sehen, was sich am Ground Zero getan hat. Nun, viel hat sich nicht getan, aber es schüttete weiter wie aus Eimern und es war extrem windig, so dass an Laufen mit Schirm überhaupt nicht zu denken war.
Was tut man also so früh? Man schaut mal eben ins Century 21, vielleicht findet man ja gerade heute das „Schnäppchen des Lebens“ – Jan wurde dann auch schnell bei den T-Shirts fündig.

Bild

Danach gab es erst einmal einen Caramel Machiatto und danach kämpften wir uns gegen Wind und Regen bis zur St. Pauls Chapel durch, die wir im letzten Jahr irgendwie ausgelassen hatten. Dort verbrachten wir lange Zeit und nahmen auch an einem kleinen Gedenkgottesdienst teil, den ich sehr ergreifend fand.

Bild

Bild

Bild

Weiter gings zur 9/11 Memorial Preview Site. Mir gefällt das Modell sehr, sehr gut und ich denke, wenn es wirklich so gebaut wird – irgendwann -, bekommt New York einen wunderschönen und ehrwürdigen Platz zur Erinnerung an die grässlichen Vorkommnisse des 11. Septembers.

Bild

Als nächstes machten wir uns – nun nur noch bei Nieselregen – auf den Weg zum World Financial Center, denn wir wollten doch auch, wie Tom Hanks in „Email für dich“, New Jersey grüßen, zudem bietet sich ja von dort auch noch einmal ein ganz anderer Blick auf die Baustelle.

Bild

Nach ausgiebigem Sitzen, Gucken und Grüßen ging es Richtung Federal Bank of Reserve, denn dort hatten wir um 14.30 h einen Termin zur Führung. Nunja, spektakulär ist etwas anderes, aber ich fand es schon sehr interessant und bereue nicht daran teilgenommen zu haben.

Bild

Nach der Führung regnete es wieder sehr stark und so beschlossen wir zunächst ins Hotel zu fahren, um unsere, den ganzen Tag über schon, klammen Klamotten zu wechseln und später zu entscheiden, wo wir den Abend verbringen würden.

Bild

Aber daraus wurde irgendwie nichts mehr … nach warmer Dusche, Anruf nach Hause und einigen Worten (… Sätzen, Romanen) von Jan mit Freundin über msm … sind wir beide wohl eingeschlafen. Und ich glaube, wir haben von besserem Wetter geträumt.

Bild

Den Namen “Tag der sterbenden Regenschirme” gab es jedenfalls nach diesen Eindrücken:

Bild

Bild

Bild

Mittwoch, den 31.3.2010 – Ein bisschen Shoppen steigert die Laune

Hach, was haben wir gut geschlafen – nur schade, dass ich nicht wieder so nett geweckt wurde, wie am Tag zuvor.
Die vielen Berichte über die enorme Lautstärke des Empire Hotel (Klimaanlage, Straßenlärm usw.) kann ich jedenfalls nicht bestätigen.

Der erste Blick durchs Fenster verriet, dass es zwar trocken, aber unschön grau draußen war. Also beschloss ich mir und dem Kind etwas Gutes zu tun und in die Jersey Gardens Outlet Mall zu fahren.

Mir etwas Gutes tun, hieß in dem Fall: ich hoffte alle Shopping-Wünsche des Kindes auf einen Schlag zu erfüllen und vor allem um einen Besuch des Abercrombie-Flagstores auf der 5th Ave herumzukommen.

Wir machten uns also ausgehfertig und nahmen unser Frühstück wieder im The Flame Restaurant ein, um uns danach gestärkt auf den Weg zum Port Authority Bus Terminal in der 42th St zu machen.

Ohje, für Leute vom „Land“ und mit wenig Erfahrung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, war es dort schon ein wenig verwirrend, so stellten wir uns z.B. für zehn Minuten in eine Line, nur um bei genauerem Hinschauen zu merken, das diese nur für „Six flags“ galt *schäm* … irgendwann wagten wir uns dann an einen Automaten und fanden auch gleich einen hilfsbereiten Angestellten, der mit uns die Tickets zog und uns auch ausführlich erklärte, welche Richtung wir zum Bus einschlagen sollten.

Jersey Gardens war okay. Jan fand bei Levis, Reebok und Hilfiger einiges für sich und seine Freundin, ich saß zwischenzeitlich für 10 Minuten im Massage-Sessel bzw. bei Starbucks – nur leider: Abercrombie und Hollister waren der totale Reinfall!

Nach drei Stunden machten wir uns wieder auf Richtung Manhattan – mittlerweile war es nicht mehr ganz so grau.
Wir genossen zunächst ein wenig die Kein-Regen-Atmosphäre am Columbus Circle und gingen dann ins Hotel, um die Einkäufe zu lagern und zu überlegen, was wir heute noch unternehmen wollten, dabei hilft ein Caramel Machiatto ungemein.

Bild

Da der Blick nach draußen immer angenehmer wurde – weniger grau-, entschlossen wir uns auf den Weg nach Downtown zu machen, Chinatown und Little Italy standen auf dem Programm.

Als ich vor mittlerweile 21 Jahren zum ersten Mal in New York war, fand ich China Town richtig „exotisch“ – nun seitdem ist einiges an Zeit und Erfahrung ins Land gegangen, vor allem habe ich Asien (Thailand, HongKong, China) besucht, trotzdem wollte ich Jan dieses Viertel immer zeigen, aber im letzten Jahr hatte uns ja das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Was fand ich also von der damaligen Atmosphäre?

Bild

Bild

Bild

Die Straßenkarren mit Obst, auch exotischem, fand ich immer noch toll. Ebenso die Läden mit Meeresfrüchten oder überhaupt Lebensmitteln … die vielen Geschäfte mit überteuerten NY-Souvenirs, gefakten Handtaschen und Kaschmir-Schals, würde es wohl nicht geben, sollte es nicht auch Menschen geben, die diese kaufen. Wir wurden jedoch zu keiner Zeit von Händlern belästigt.

Little Italy zeigte uns dann seine beste Seite: Ich glaube, es war einer der ersten wirklichen Frühlingstage, kein Regen, die Sonne blitzte sogar ab und zu durch die Wolken und die Temperaturen luden ein, zumindest einen Kaffee draußen zu trinken … unsere Laune stieg.

Bild

Bild

Bild

Anschließend machten wir uns mit der Subway auf Richtung Times Square: Jan wollte unbedingt noch eine Boxershorts vom M&M- Imperium, außerdem wollten wir bei Applebee’s Rips und Steak genießen.

Bild

Bild

Bild

Der Anblick und das Erleben des Times Square als „Fußgänger-Zone“ war ungewohnt, aber nicht unangenehm. Es war auch noch nicht so voll, wie letztes Jahr kurz vor Ostern. Bei M&M wurden wir auch irgendwann fündig und machten uns auf die Suche nach dem Appelbee’s des vergangenen Jahres. Aber entweder spielte unser Erinnerungsvermögen verrückt oder Applebee’s hatte seinen Standort verändert – egal – wir fanden schließlich das Restaurant in der 50th und wollten nur noch lecker essen, was wir nach 20 Minuten Wartezeit auf einen Tisch auch getan haben: nicht billig, aber gut – und mehr als ausreichend, was die Menge betrifft.

Nach dem Essen machten wir uns dann Richtung Hotel auf, um noch einen Blick in die Rooftop-Bar zu werfen.

Bild

Bild

Donnerstag, den 01.04.2010 – Sonne satt

Wir waren relativ früh wach und machten uns nach der Dusche auf zum Frühstücken. Diesmal sollte es das Lansky’s auf der Columbus Ave zwischen 70 und 71 St. sein.
Frühstück war lecker und preislich okay, leider war der Service trotz eher leerem Deli überfordert.

Bild

Bild

Mit dicken Bäuchen machten wir uns Richtung Subway 72 St. Da das Wetter traumhaft war, wollten wir uns heute nämlich den High Line Park anschauen.

Zunächst verbrachten wir jedoch einige Zeit am Union Square, es war einfach herrlich in der Sonne zu sitzen und alles rund um uns herum aufzusaugen.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Die nächsten Schritte führten uns dann zum Chelsea Market und anschließend zum High Line Park.

Bild

Bild

Bild

Bild

Chelsea Market gefiel mir sehr, sehr gut und im nächsten Jahr werde ich bestimmt wieder dort sein.

Auch den High Line Park fanden wir super, leider war es ja noch nicht so sehr grün, aber er ist toll angelegt und bietet immer wieder überraschende Ausblicke auf die darunterliegenden Straßen, den Hudson usw.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Irgendwann konnten wir uns dann doch aufraffen, denn wir wollten noch ein bisschen mehr an diesem wunderschönen Tag sehen und so wanderten wir schließlich Richtung Madison Square Park und Flatiron Building.

Bild

Bild

Bild

Ich genoss einfach den Trubel, die Sonne und die Stadt, Jan hatte andere nette Aus- bzw. Einblicke:

Bild

Bild

Langsam begannen wir dann auch mal wieder darüber nachzudenken, wie wir den Tag weiter gestalten wollten. Museum? Nicht bei diesem schönen Wetter! Brooklyn? Nein, heute hatte Jan keine Lust. Er wollte einfach Sonne genießen, sitzen, schauen – der Winter wäre schließlich lange genug gewesen, womit er ja nicht Unrecht hatte. Da Jan aber gerne das Gelände der NYU sehen wollte, machten wir uns auf den Weg durch die frühlingshaften Straßen und landeten schließlich am Washington Square Park. Dort war so viel los und wir mussten lange nach einem Plätzchen auf einer Bank Ausschau halten, aber es hat sich gelohnt, denn die Atmosphäre war einfach unbeschreiblich:

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Nach einiger Zeit trieben uns dann Hunger und Durst weiter. Wir genehmigten uns einen Burger und beschlossen den tollen blauen Himmel zu nutzen und die Fahrt mit der Staten Island Ferry anzutreten. Diese Idee hatten wohl viele andere Menschen auch und das Terminal platzte fast aus allen Nähten. Noch nie habe ich so viele orthodoxe Juden auf einem Fleck gesehen, der Anblick ist für uns Europäer ja auch eher ungewohnt.
Aber auf der Fähre ist ja so viel Platz und wir konnten einen schönen Platz am Heck ergattern.

Ich glaube es ist egal, wie oft man schon in New York war, der Anblick von Miss Liberty und der Skyline ist vom Wasser aus immer wieder ergreifend … naja, zumindest mich ergreift es, auch wenn mir der Anblick der doch stark bewaffneten Sicherheitskräfte vor und auf dem Schiff doch auch einige beklemmende Gefühle bescherte.

Bild

Bild

Als wir wieder Manhattan unter den Füßen hatten, merkten wir auch, wie weh dieselbigen uns langsam taten und beschlossen zunächst Richtung Hotel aufzubrechen. Am Columbus Circle angekommen, wollten wir aber unbedingt zu Wholefoods und mit Sushi, Pizza und Obstsalat ging es dann aufs Zimmer, welches wir auch nicht mehr verließen, da wir nach Dusche und kühlendem Fußgel einfach zu erschlagen waren. Jan beschloss ein wenig mit Freundin zu texten und ich konnte in Ruhe Bilder herunterladen und mit dem besten Ehemann telefonieren.

Bild

Freitag, 02.04.2010 – und wieder ein fast sommerlicher Tag

Auch diesen Morgen beschlossen wir mit einem Frühstück bei Lansky’s zu beginnen, da wir anschließend in den Central Park wollten – das Wetter war einfach zu schön. Es sollte jedoch unser letzter Besuch in diesem Deli werden, da auch heute der Service eher schlecht als recht war: wir bekamen trotz mehrmaliger Nachfrage keinen Toast und auch Kaffee wurde nicht nachgeschenkt.

Aber was sind schon fehlende Toasts gegen Frühlingsgefühle!

Im Central Park war viel los und wir ließen uns einfach treiben und verbrachten mehrere Stunden dort.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Den übrigens mit Abstand schlechtesten Kaffee der Welt hatten wir in Loeb’s Boathouse, so schlecht, dass wir beide nur einen Schluck davon nahmen … schade, denn die Kulisse war wunderschön.

Langsam sollte es wieder an die weitere Planung gehen. Ich wollte gerne das Wetter nutzen und über die Brooklyn Bridge laufen, denn ich war mir ganz sicher, dieses Jahr den Aufgang schnell zu finden. Nun der Gang über die Brücke gehört wohl auch zu Jans Favoriten, so dass er erstaunlich schnell zustimmte, aber zunächst wollten wir uns in Brooklyn die Montague St. ansehen und dann über die Brooklyn Heights zur Brücke zu laufen.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Nun viele Fotos und Einfach-Guck-Und-Genießen-Stopps später waren wir wieder in Manhattan und beschlossen den Tag mit Pizza bei Big Nick’s ausklingen zu lassen.
Die Location an der Upper West Side ist sehr klein und eng und zunächst hatten wir einen bescheidenen Platz, wurden jedoch sofort umgesetzt, als es einen besseren Platz gab. Pizza war lecker, auch meine White Marinara Pizza, nur bekam sie mir in der Nacht weniger gut: Magenkrämpfe und Durchfall!

Bild

Bild

Bild

Bild

Samstag, 03.04,2010 – another sunny day

Nun, schon am Abend vorher bei Pizza und Weißwein besprachen wir den nächsten Tag und wankelten lange zwischen Atlantic City (Jan hat einfach zuviel „King of Queens“ gesehen) und Coney Island, entschieden uns dann aber für das nähere Coney Island.

Frühstücks gab es heute dann im MoonRock-Diner auf der 57th St. … Essen und Service war perfekt! Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Coney Island. Die Fahrt überirdisch mit Blick auf die Brooklyn Bridge war toll, das Rausschauen auf Häuser, Gärten usw. auch. Es ist schon sehr interessant mal aus Manhattan raus zu kommen.

Wir hatten die Fahrt bei strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen angetreten … nun angekommen, war nichts mehr davon zu merken. Coney Island steckte im Nebel, es war windig und uns war einfach nur kalt … vielleicht trug auch dies dazu bei, dass es einfach ein trauriger, aber eindrucksvoller Aufenthalt wurde: ein sterbendes Coney Island – auf einen HotDog von Nathan’s hatten wir dann nicht mal mehr Appetit. Freaky?!

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Wir liefen ein wenig den Boardwalk entlang, aber es war soooo kalt – nun wir waren auch einfach falsch angezogen und entschlossen uns wieder nach Manhattan zurückzufahren.
Als wirkliches Kontrastprogramm des morbiden Coney Island beschloss ich uns zu Macys zu führen, um uns die diesjährige Flower Show zumindest einmal anzuschauen … wobei Jan dies gern nur auf den Eingangsbereich konzentrieren wollte, denn er wollte viel lieber in den Bryant Park, den er ja letztes Jahr nicht erlebt hatte. Dort hatten wir dann auch ein leckeres Mittagessen von Pax, Obstsalat und Tuna-Sandwich. Jan wollte dann auch unbedingt die tollen Toiletten aufsuchen, von denen ich ihm berichtet hatte (habe ich NYC Guide Forum gelesen, ich selbst war noch nicht da).

Bild

Bild

Bild

Bild

Ja und dann kam das, was wohl nicht aufzuhalten war: Jan wollte/ich musste zu Abercrombie.
Die Schlange vor dem Laden ging einige Meter um die Ecke – viele junge Menschen und Mamas und Papas. Ja, in diesem Moment wünschte ich mir auch sehr den Papa her – nicht, dass ich das sonst nie getan hätte – aber dort war der Wunsch doch besonders groß!

Ein wenig maulig war ich wohl schon, aber wie sagte der beste aller Söhne: Dafür musst du den Rest des Jahres nicht mehr mit mir irgendwo anstehen.

Ich weiß nicht, wie lange wir brauchten um den Konsumtempel zu betreten, gefühlt waren es mehrere Stunden, aber Jan behauptet es wären nur 15 Minuten gewesen.

Nun einmal drinnen, wird es ja nicht unbedingt besser. Es ist immer noch dunkel, die Gerüche der anwesenden Menschen vermengen sich mit den neusten Duftkreationen für Männchen und Weibchen, die Musik vermischt sich mit den übrigen Geräuschen und am frühen Nachmittag finde ich auch das Angebot etwas „unsortiert“ – nun ich glaube ja, die Verwirrung von Mamas und Papas ist gewollt, man sagt zu allem „ja“ und zückt doch schneller die Kreditkarte um einfach wieder nach draußen zu gelangen.

Unterwegs auf der 5th Ave gab es aber noch einiges zu sehen:

Bild

Bild

Bild

Bild

Nun, nach diesem gelungenen Einkaufserlebnis wollte ich nur noch einen Kaffee … und schauen, was der Wasserfall im Trump-Tower machte, der ja im letzten Jahr nicht lief und das konnte mir mein Sohn auch nicht abschlagen.

Bild

Bild

Anschließend machten wir uns erst einmal zu Fuß auf den Weg zum Hotel, um diese „neckischen“ Abercrombie-Tüten abzustellen, ein wenig zu duschen und den weiteren Abend zu planen.

Bild

Bild

Nun nach Dusche, dem täglichen Nach-Hause-Telefonieren und dem Texten von Sohnemann mit Freundin machten wir uns an diesem Abend auf zu Jackson Hole auf der Columbus Ave (85 St.).

Bild

Nun, ich denke, das Bild sagt alles. Ich habe meinen Burger, der superlecker war, nur zur Hälfte geschafft. Jan hat sich in einen stillen Wettbewerb mit dem amerikanischen Papa am Nebentisch begeben und war zwar nicht so schnell fertig, aber sein Teller war ebenso sauber!

Normalerweise muss man nach so einem Essen ins Hotel laufen, aber der doch kühle Vormittag in Coney Island forderte bei Jan sein Tribut, er hatte Hals- und Kopfschmerzen und so entschlossen wir uns dann doch die Subway zu nehmen.

Bild

Bild

Sonntag, 04.04.2010 – Tag der Hüte

Wir werden gegen 7 Uhr wach und der Blick durchs Fenster verspricht einen weiteren sonnigen Tag in New York – nur dem Kind geht es nicht gut, es schnupft und hustet vor sich hin, aber im Bett will es auch nicht bleiben, denn schließlich ist es unser letzter voller Tag.
Ein wenig gequält macht er sich schließlich mit mir auf den Weg zum Moonrock Diner, denn da hat es uns wirklich gut geschmeckt und es liegt auf dem Weg zur 5th Ave, denn wir wollen zur Easter Parade.

Nach leckeren Eiern; Obstsalat (Vitamine können ja nie schaden) und viel Kaffee machen wir uns dann auf den Weg. Die 5th Ave ist für Autos zwischen der 51 und 58 St. gesperrt und schon bald sehen wir auch die ersten „Hüte“. Das Fotografieren ist schwierig, denn leider wollen das auch noch ganz viele andere Menschen und als kleiner Mensch hat man da manchmal das Nachsehen. Aber ein paar Eindrücke möchte ich trotzdem teilen:

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Alle Fotografien der Easter Parade und des diesjährigen Aufenthaltes findet man übrigens
HIER.

Wir schauten uns dann auch noch die Oster-Dekoration am Rockefeller Center an:

Bild

Bild

und anschließend ging es mit einem Caramel Machiatto in den Bryant Park zum Sonne tanken und Füße ausruhen, denn nach einer Woche wollten diese nicht mehr so wie wir, zudem ging es Jan nicht wirklich gut, er glühte und da musste Mama dann doch durchgreifen und wir machten uns auf den Rückweg zum Hotel und besorgten unterwegs noch etwas gegen Erkältung – was dank 24 h Stunden Duane Reed ja möglich ist, nur auf homöopathische Mittel darf man nicht hoffen und so notiere ich für das nächste Mal: Umckaloabo mitnehmen!

Bild

Als Jan dann im Bett lag, wirkte er doch erleichtert, aber nicht glücklich und wollte nur noch schlafen, nicht ohne mich wieder raus ins Leben zu schicken. Nachdem ich ihm das Versprechen abnahm, dass er sich per Handy meldet, falls ich zurückkommen sollte, machte ich mich also wieder auf den Weg, denn ich wollte mir die Installation von Tom Otterness „Life Underground“ in der Subway Station an der 14th St anschauen. Einen Überblick über die „Untergrund – Kunst“ gibt übrigens der Subway Art Guide.

Die Bronze-Männchen von Tom Otterness gefallen mir einfach zu gut:

Bild

Bild

… und es macht einfach Spaß sich in der Station auf die Suche zu begeben. Ich glaube, ich könnte auch eine ganze Woche nur unter New York verbringen, denn die Subway und die Subway Stationen haben es mir einfach angetan.

Danach lief ich noch etwas den Broadway entlang und konnte für Jan noch zwei günstige Levis erstehen. Richtig Spaß machte es aber nicht wirklich, „die Mama kam durch“ und so machte ich mich dann doch lieber wieder auf Richtung Hotel. Jan schlief noch und ich nutze die Zeit zum Packen und Sortieren der Rechnungen.

Als Jan 2 Stunden später wach wurde, war es schon dunkel. Es ging ihm etwas besser und er wollte doch gerne noch mal raus. Wir entschieden uns den Broadway in nördlicher Richtung zu laufen und nahmen unser Abendessen bei einem Griechen ein, aber wo weiß ich nicht mehr. Jan ging anschließend wieder ins Hotel und ich machte mich auf den Weg nach Brooklyn, denn ich wollte noch ein paar Fotos machen. Im Brooklyn Bridge Park angekommen, merke ich jedoch, dass ich das Stativ vergessen hatte, ärgerlich – aber der Blick auf die Skyline und die Brücke bei Dunkelheit sind unvergesslich und genau das Richtige für den letzten Abend in New York … naja, vielleicht probiere ich im nächsten Jahr mal Exchange Place.

Bild

Bild

Bild

Bild

Montag, 05.04.2010 – Abschied nehmen

Ich war um 6 Uhr wach, duschte und packte den Rest unserer Habseligkeiten. Die Nacht war unruhig, da Jan viel hustete und wenn ich an den doch langen Rückflug über Montreal dachte, tat er mir nur unendlich leid. Um 7 Uhr wurde er aber auch wach und fühlte sich fit für ein Frühstück. Wir schlenderten bei Sonnenschein also zum Flames und frühstückten noch einmal so richtig – Hüttenkäse mit Früchten gibt es ja sonst oft genug zuhause. Vorher checkten wir allerdings aus und stellten unser Gepäck kostenfrei im Hotel unter.

Danach machten wir uns noch einmal auf zu Century 21, denn die Oma sollte noch ein schönes Tuch oder einen schönen Schal bekommen, denn sie hatte zwei Tage ganz lieb auf den Familienhund aufgepasst.

Wir fanden auch einen ganz tollen Seidenschal von Oscar de la Renta und nahmen auch für den Papa noch ein paar Krawatten mit.

Bei Sonnenschein sieht die Baustelle am Ground Zero auch ganz anders aus:

Bild

Nach einem weiteren und letzten Caramel machiatto im Starbucks gegenüber vom Century 21 machten wir uns per Subway auf zum Columbus Circle. Dort wurden wir dann auch noch unsere Metro Card an zwei dänische Mädchen los, denn immerhin, waren diese noch einen Tag gültig.

Ein wenig genossen wir dann noch einfach die Atmosphäre am Columbus Circle und schauten den Skateboard-Fahrern zu. Dann die letzten Schritte durch New York, Gepäck abholen und ein Taxi nach La Guardia nehmen.

Beim Abflug hatten wir tolles Wetter, was den Abschied nicht leichter machte. Im Flugzeug sagte Jan: „Nun, nächstes Jahr vielleicht einmal Dubai oder was anderes?“ … ich sagte nichts dazu.

In Montreal hatte wir ein teures, aber nicht gutes Mittagessen – aber der Koch freute sich mit uns deutsch sprechen zu können.

Jan schlief auf dem Flug von Montreal nach Frankfurt, ich genoss mein Buch. In Frankfurt angekommen, gab es wieder einmal keine Zoll-Kontrollen, dafür einen Mann und Papa, der auf uns wartete.

Und Dubai wird es nächstes Jahr nun doch nicht – ich habe schon zwei Zimmer für Ostern 2011 in New York gebucht. Ob ich alleine oder noch einmal mit dem Sohn und seiner Freundin fliege, wird die Zeit zeigen, aber auf jeden Fall ist er ein ganz hervorragender Reisepartner :kuss2:.

Links

    • Fotografie
    • Meine Reiseseite

Kategorien

    • Allgemein
    • Fotografie
    • New York City
    • Reisebericht
    • Reiseplanung
    • Umgebung
    • Urlaubsplanung

Meta

    • Anmelden
    • Artikel-Feed (RSS)
    • Kommentare als RSS
    • WordPress.org

Seiten

    • ASIEN
      • China 2008
    • EUROPA
      • Dresden 2010
      • Durch den Osten Deutschlands 2009
      • Prag 2010
      • Südfrankreich
        • Gassin
        • Grimaud
        • Ramatuelle
        • Saint-Tropez
    • USA
      • New York 2009
      • New York 2010
      • New York 2011
© 2011 Wired by
Design von Dezzain Studio
Übersetzt von Htwo
Nature Pictures | Bamboo Blinds